Abschlussfeier 2026
‚Kurz die Welt retten‘ – Ein Jahr lang stand die Sekundarschule Zell im Zeichen dieses markigen Jahresmotto, angelehnt an den Hit von Tim Bendzko aus dem Jahr 2011. Und die Frage liegt auf der Hand: Hat die Schule, haben die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr wirklich mal eben kurz die Welt gerettet? Die Antwort ist ebenso klar wie deutlich: Nein, natürlich nicht! Und das war auch nie der Anspruch. Aber jede und jeder von uns hat die Möglichkeit, zumindest einen kleinen Teil dazu beizutragen, denn in einem waren sich bei der Schulschlussfeier in der Martinshalle sowohl Religionslehrer Thomas Stirnimann als auch Schulleiter Philipp Huber bei ihren Schlussworten einig: Um die Welt zu retten, muss man kein Superheld mit Umhang sein und keine Heldentaten vollbringen. Es beginnt im Kleinen, mit kleinen Gesten und Handlungen im Alltag. Die Feier fand wie bereits in den letzten Jahren in zwei Teilen statt: Einem schulinternen Block am Vormittag und der offiziellen Abschlussfeier am Nachmittag, bei der neben den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern auch die Eltern der Schulabgänger geladen waren.
Am Vormittag standen verschiedene Ehrungen und Verabschiedungen im Zentrum. Zunächst allerdings konnten nach einer musikalischen Einstimmung durch Regula Ineichen und den einleitenden Worten von Thomas Stirnimann die Siebt- und Achtklässler das Logo für das Motto des kommenden Schuljahres bestimmen – „Wir sprechen offen miteinander“. Die meisten Stimmen bekam dabei der Vorschlag von Enja Schärli aus der Klasse AB1a. Geehrt wurden im Anschluss die Vertreterinnen und Vertreter des SchülerInnenrats, die im Verlaufe des Schuljahres unter anderem auf dem Gelände des Pumptracks eine 50m2 grosse Fläche mit einer Pergola und mehreren Sitzbänken versehen sowie einen Spielnachmittag für die gesamte Sekundarschule organisiert hatten. Ebenfalls geehrt wurden die Schülerinnen und Schüler, die beim Leichtathletik-Halbtag vor wenigen Wochen neue Schulhausrekorde aufgestellt hatten. Schulleiter Philipp Huber dankte danach dem Hauswarteteam für die wichtige Arbeit im Hintergrund, ohne die eine Schule nicht funktionieren könnte. Gefragt ist dabei auch immer eine grosse Portion Flexibilität und Geduld. Neben den ganzen Ehrungen gab es aber auch zwei Lehrpersonen zu verabschieden – Stefan Marti und Regula Ineichen verlassen die Sekundarschule Zell in diesem Sommer, und im Vorfeld der Feier hatten sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken gemacht, beispielsweise welches Lied, welches Buch, welches Getränk oder welche Farbe die beiden Lehrpersonen wären, und wieso. Sonja Egli und Rita Jung führten auf unterhaltsame Art und Weise durch die kleine Zeremonie und überreichten den beiden pro Kategorie jeweils eine passende kleine Aufmerksamkeit. Ebenfalls verabschiedet wurden die Klassenlehrpersonen der drei Abschlussklassen, und zwar von ihren jeweiligen Klassen. In diesem Zusammenhang blickten diese mit einem kurzen Video auch auf das Abschlusslager im Speziellen und die drei gemeinsam verbrachten Jahre im Allgemeinen zurück. Den Abschluss des Vormittagsblocks übernahm dann die KI: „Ein Jahr voller Abenteuer“ – ein von einer künstlichen Intelligenz komponierter, getexteter und „performter“ Song bildete den musikalischen Schlusspunkt und liess die wichtigsten Ereignisse des abgelaufenen Jahres noch einmal Revue passieren.
Im Nachmittagsblock drehte sich dann alles um die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. Nach einer weiteren musikalischen Einstimmung (diesmal wieder menschengemacht) und ein paar Abschiedsworten von Schulleiter Philipp Huber bekamen die Neuntklässler von ihren Klassenlehrpersonen die Abschlusszertifikate überreicht, während ihre weiteren beruflichen Wege auf der Leinwand eingeblendet waren. Dann gab die KSS3-Band zum zweiten Mal den Song „Zombie“ zum Besten – und zum Abschluss lud Philipp Huber die Eltern und die Abschlussklässler zum traditionellen Apéro ein, während für den Rest der Schülerschar endlich die langersehnten und wohlverdienten Sommerferien begannen.
Für den Apéro war dabei einmal mehr der Elternrat verantwortlich – herzlichen Dank dafür!
Text und Bilder:
Michael Bieri und Peter Flückiger


