Schulschlussessen der Bildungskommission Zell
Die Hitzewelle, die seit Wochen für Höchsttemperaturen in der Schweiz sorgte, war an diesem Freitagabend Ende Juni noch in vollem Gange, als die Bildungskommission der Schule Zell zum alljährlichen Schulschlussessen ins Restaurant Engel lud. Aufgrund der extremen Bedingungen wurde denn auch der Begrüssungsapéro draussen im schattigen Garten des Restaurants serviert.
Biko-Präsident Rolf Schärli zeigte sich in seiner Begrüssungsansprache erfreut darüber, dass trotz der Hitze so viele Leute erschienen waren. Er bedankte sich für die grosse Arbeit, die von allen an der Schule beteiligten Personen im Verlaufe des Jahres geleistet wurde – und er meinte damit nicht nur die Schulleitungen und die Lehrpersonen, sondern auch die Personen, die eher im Hintergrund arbeiten, etwa die vielen Betreuungspersonen, das Hauswartteam, die Mitglieder der Behörden, den Elternrat und das Elternforum sowie die Schulbusfahrer. Er zeigte sich besonders beeindruckt von der grossen Flexibilität, die das Team in den letzten Monaten an den Tag gelegt habe. Nicht umsonst habe Bildungsdirektor Armin Hartmann bei seinem Besuch im vergangenen Dezember die Schule als „die beste im ganzen Kanton“ bezeichnet.
Auch Schulverwalterin Sandra Erni nahm in ihren Worten Bezug auf den Regierungsrat: Er habe bei seinem Besuch gemeint, er habe noch selten eine Schule erlebt, die von allen Seiten ein so positives Feedback bekommen habe – von den Schülern, den Eltern, den Lehrpersonen und der Schulleitung. Für sie liegt die grosse Stärke der Schule Zell denn auch in ihrer Vielfalt und darin, dass es sich tatsächlich um eine „Schule für alle“ handle. Sämtliche an der Schule beteiligten Personen würden dazu beitragen, dass die Schule ein Ort sei, an dem sich jede und jeder wohlfühlen und an dem Lernen für alle möglich sei.
Nichtsdestotrotz gab es im Anschluss leider auch einige Personen, für die am Ende des Schuljahres ihre Zeit an der Schule Zell endet. Den Anfang machte dabei Fränzi Möhri, die Schulleiterin der Primarschule, die gleich drei Personen aus ihrem Team verliert: Von diesen dreien war Bettina Hodel am längsten an der Schule Zell tätig gewesen. Nachdem sie bereits kurz nach ihrer Ausbildung einen ersten Stint absolviert hatte, war sie zuletzt während zehn Jahren auf der 1. und der 2. Klasse tätig. Fränzi Möhri unterstrich dabei ihre Leidenschaft für die Natur und ihr Anliegen, diese Leidenschaft auch an ihre Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Leonie Blum kann auf vier Jahre an der Primarschule Zell zurückblicken. Sie hat dabei die Kinder der 3. und 4. Klasse unterrichtet – und daneben mit grossem Engagement den Schülerrat geleitet. Sie wird sich nun eine Auszeit gönnen und sich auf Reisen begeben. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass sie zum Abschluss ihrer Zeit an der Schule Zell noch als Siegerin des Kahoots, durch das Rolf Schärli auf unterhaltsame Art und Weise geführt hatte, hervorging. Auch für Salome Erni beginnt im nächsten Schuljahr ein neuer Karriereabschnitt. Sie ist an der Primarschule als Hausaufgabenhilfe im Einsatz gewesen, konnte aber mittlerweile ihren Abschluss an der PH in Luzern machen und wird ab nächstem Herbst an einer anderen Schule ihre erste Stelle als Klassenlehrperson antreten.
Auch die Sekundarschule verliert zwei Lehrpersonen, welche die Schule über lange Jahre geprägt und mitgestaltet haben. Es war Biko-Mitglied Sandro Kneubühler, der die „Ehre“ hatte (wie er es selber sagte), stellvertretend für den aus gesundheitlichen Gründen abwesenden Schulleiter Philipp Huber, Regula Ineichen nach insgesamt 29 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Er strich dabei in erster Linie ihre Fähigkeit hervor, die Jugendlichen mitzureissen und das Beste aus ihnen herauszuholen – und exemplarisch nannte er dabei ihr Engagement für das alljährliche Sommertheater. In Abwesenheit wurde zudem ebenfalls Stefan Marti verabschiedet, der die Schule Zell nach 21 Jahren als Klassenlehrperson auf der Sekundarstufe verlässt.
Aber nicht nur Lehrpersonen verlassen die Schule Zell auf Ende des Schuljahres. Nach fünf Jahren endet der Einsatz von Irene Bucher im Elternrat. Verabschiedet wurde sie von Daniela Bucher, die ihrerseits nach insgesamt zehn Jahren die Bildungskommission verlässt und sich in ihren Abschiedsworten für die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums bei den verbleibenden Mitgliedern bedankte. Doch erfreulicherweise waren nicht alle Ehrungen Verabschiedungen: Toni Sager sorgt als Schulbusfahrer seit mittlerweile zehn Jahren dafür, dass die Kinder sicher und pünktlich zur Schule (und von dort wieder nach Hause) gebracht werden.
Heimlicher Star des Abends war aber das indonesische Essen (inklusive dem exotischen Dessert-Teller), das uns vom Team des Restaurants Engel in Hüswil serviert wurde. Vielen Dank dafür!
Text und Bilder:
Michael Bieri und Peter Flückiger