Schuljahreseröffnung: Die Sek Zell macht sich auf, um mal eben kurz die Welt zu retten

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Im Grunde ist der Start in ein neues Schuljahr ja durchaus ein bisschen vergleichbar mit einer Bergtour, wie Religionslehrer Thomas Stirnimann während der Eröffnungsfeier der Sekundarschule Zell am Montagmorgen herausstrich. Noch bevor man überhaupt das Haus verlässt, muss man sich darüber im Klaren sein, was das Ziel ist, wie man überhaupt dort hin kommt, und was man in seinen Rucksack packen muss, damit man alles hat, was nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen.

Und während für die Bergwanderung in der Regel die Eltern diese Entscheidungen treffen, so sind es in der Schule die Schulleitung und die Lehrpersonen, die die Eckpunkte setzen, doch braucht es sowohl bei der Bergwanderung mit der Familie als auch in der Schule das Engagement der Jugendlichen.

Im neuen Schuljahr wird uns das Motto «Mal kurz die Welt retten» durch den Schulalltag begleiten. Natürlich können wir die Welt nicht einfach so retten, und vor allem nicht alleine, aber wir können immerhin schon mal versuchen, die Welt um uns herum stückweise zu einem besseren Platz zu machen. Und vieles, was es dazu braucht, lernen die Jugendlichen auch in der Schule: etwa gegenseitiger Respekt, Teamfähigkeit, Umgang mit Kritik und nicht zuletzt, Verantwortung zu übernehmen.

Manchmal brauchen wir dabei natürlich auch Hilfe, oder ein Hilfsmittel – symbolisch brachte Thomas Stirnimann die beiden Rettungsringe ins Spiel, auf die das Motto geschrieben wurden, und auf die im Anschluss sämtliche Schülerinnen und Schüler ihre Unterschrift setzten.

Auf der Rückseite dieser Rettungsringe steht das Wort «Ausrede». Wieso?

Weil es wichtig sei, so Thomas Stirnimann, dass man das Motto nicht als Ausrede verwende. Quasi als Vorwand, um sich nicht mit anderen Menschen auseinandersetzen zu müssen, wie es der deutsche Sänger Tim Bendzko, von dessen gleichnamigen Lied das Motto entliehen ist, auf humorvolle Art und Weise beschreibt: Ich kann mich jetzt nicht mit dir treffen, denn ich habe etwas Wichtigeres zu tun. Ich muss mal eben kurz die Welt retten!

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Musiklehrerinnengespann Regula Ineichen und Janalyn Portmann. Und die beiden boten unter anderem – wie könnte es anders sein – auch eben dieses «Nur noch kurz die Welt retten» von Tim Bendzko dar.

Nach der Einstimmungsfeier in der Kirche versammelten sich die Siebtklässler vor dem Schulhaus, wo ihnen sämtlich Lehrpersonen sowie das weitere Personal der Schule vorgestellt wurde, ehe sie sich (wie die Acht- und die Neuntklässler) mit ihren jeweiligen Klassenlehrerinnen in die Klassenzimmer zurückzogen, wo sie sich erstmals als Klasse zusammenfanden, sich gegenseitig kennenzulernen begannen und nicht zuletzt mit einer Menge Informationen gefüttert wurden, ehe am Nachmittag bereits Unterricht nach Stundenplan war – und damit die Sommerferien (und die Primarschulzeit) endgültig ad acta gelegt wurde…

Text und Bilder:

Michael Bieri und Peter Flückiger