Abschlussfeier der Sekundarschule Zell (4. Juli 2025)
Die Bühne der Martinshalle war feierlich hergerichtet, die Traktoren der Jugendlichen blitzblank geputzt und geschmückt, und die Schülerinnen und Schüler selbst hatten sich in ihre schickste Kleidung geworfen: Für knapp 60 Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Zell, Fischbach, Grossdietwil, Altbüron und Ufhusen war dieser 4. Juli 2025 der letzte Tag ihrer offiziellen Schulzeit – und damit gleichzeitig der Schlusspunkt eines langen und prägenden Lebensabschnittes.
Wie in den letzten Jahren üblich fand die offizielle Abschlussfeier in zwei Teilen statt: Am Vormittag der schulinterne Teil und am Nachmittag die öffentliche Feier, zu der die Eltern und die Angehörigen der Abschlussklässler geladen waren.
Der Vormittag stand im Zeichen der Ehrungen und Verabschiedungen. Nach einer musikalischen Eröffnung und ein paar einleitenden Gedanken von Religionslehrer Thomas Stirnimann ging es zunächst zur Wahl des Logos für das nächstjährige Motto „Kurz die Welt retten“. Aus den eingegangenen Vorschlägen hatte eine Lehrpersonen-Jury bereits zuvor vier Favoriten ausgewählt, aus denen nun wiederum die Siebt- und die Achtklässler das Siegerbild zu küren hatten – und die Wahl fiel (mit sattem Vorsprung) auf den Vorschlag von Marina Brand aus der Klasse AB1a.
Geehrt wurden auch die Mitglieder des SchülerInnenrats mit einem Diplom, und Schulleiter Philipp Huber dankte dem Hauswarteteam für die unermüdliche Arbeit im Hintergrund und die Geduld, die sie dabei jeweils an den Tag legen.
Nicht unbedingt für die Augen der Eltern bestimmt – und deswegen eben im Vormittagsblock untergebracht, waren die Rückblickvideos auf die beiden Klassenlager der Abschlussklassen C3 beziehungsweise AB3a/b (die gemeinsam im Lager waren). Im Anschluss verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler von ihren jeweiligen Klassenlehrpersonen Martina Luternauer, Alexandra Stutz und Peter Flückiger, bedankten sich für die drei Jahre und überreichten ihnen ein paar Geschenke als Erinnerung.
Damit hatte es sich aber noch nicht mit Verabschiedungen. Auch die beiden Lehrpersonen Kurt Roth und Christian Renner sowie die Schulsekretärin Irma Wermelinger wurden verabschiedet. Während Kurt Roth weiterzieht und eine neue Ausbildung begonnen hat, kann Christian Renner seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Er war seit dem Jahr 1992 an der Schule Zell in erster Linie als Sportlehrer tätig – und damit auch für die Organisation von zahlreichen Winter- und Sommersporttagen zuständig.
Irma Wermelinger kann zwar auf eine nicht ganz so lange Zeit an der Schule Zell zurückblicken, aber mit ihren 24 Dienstjahren kratzt sie immerhin knapp an der Viertel-Jahrhundertgrenze. Als Schulsekretärin war sie quasi das Getriebe der Schule und arbeitete dabei eng mit den jeweiligen Schulleitern zusammen, und mit Philipp Huber und seinem Vorgänger Jürg Huber richteten zwei von ihnen via kurzer Videobotschaft ein paar Abschiedsworte an sie.
Einen letzten offiziellen Einsatz hatte Christian Renner aber noch, als er gemeinsam mit Sportlehrerkollegin Christine Ruckstuhl die drei Diplome für die Schulhausrekorde, die beim Leichtathletik-Halbtag vor wenigen Wochen erzielt worden waren, überreichte.
Philipp Huber blickte anschliessend auf sein erstes Jahr im Amt als Schulleiter zurück und konnte dabei eine ganze Zeile von Ereignissen erwähnen – von der Schuleröffnungsfeier in der Kirche über die Herbstwanderung auf die Hohwacht, den Wintersporttag, das Wintersportlager bis hin zur Kurswoche, den Klassenlagern und schliesslich den Theateraufführungen in der letzten Schulwoche. Er betonte dabei das gute Klima, das an unserer Schule herrsche – ein Klima des gegenseitigen Respekts, der Rücksichtnahme und der Hilfsbereitschaft.
Und zum Schluss schickte er die Schülerschar in die Mittagspause mit dem augenzwinkernden Auftrag (und unter den Klängen des gleichnamigen Liedes von Tim Bendzko), die Welt zu retten, aber eben nur kurz, …
… denn am Nachmittag fand der zweite Teil der Abschlussfeier statt, und diesmal war die Martinshalle deutlich voller. Nebst den Schülerinnen und Schülern waren für den offiziellen Block nämlich auch die Eltern und Angehörigen der Abschlussklässler eingeladen, und diese erschienen zahlreich.
Nach einer erneuten musikalischen Eröffnung folgte das Highlight des Tages: Die Neuntklässler wurden klassenweise auf die Bühne geholt, wo ihnen einzeln ein Diplom für ihre geleistete Arbeit überreicht wurde.
Schulleiter Philipp Huber erklärte in seinen abschliessenden Worten, dass es dabei noch nicht mal unbedingt darum gehe, wie viele Seiten man beispielsweise im letzten Aufsatz geschrieben habe, sondern das Entscheidende seien die Fähigkeiten, welche die Schülerinnen und Schüler im Verlaufe dieser drei Jahre erworben haben – oftmals unbewusst. Etwa die Fähigkeit, Probleme zu lösen, selbst wenn man sie nicht selber verursacht habe (und wenn doch, dann erst recht), oder die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Darauf komme es im Berufsleben in erster Linie an.
Er bedankte sich bei den Jugendlichen, aber auch bei den Eltern für die Zusammenarbeit.
Für die musikalischen Farbtupfer während der Feier waren verschiedenen Schülergruppen verantwortlich: Eröffnet wurden die beiden Blöcke jeweils durch einen Beitrag des Bläserquartetts, bestehend aus Schülerinnen und Schülern aus allen drei Stufen. Die Klasse AB3b bot danach „This is the Life“ von Amy MacDonald als Karaoke-Version dar, während sich die Parallelklasse in einen Männer- und einen Frauenchor aufteilte, jeweils unter der Leitung von Regula Ineichen. Die Herren sangen den Klassiker „Country Roads“, die Damen den Koning Song – und Melanie Wittwer und Linda Shala aus der Klasse C3 performten (begleitet von Nadine Arnold) den Song „Riptide“ im Duett.
Und dann war sie auf einmal vorbei, die offizielle Schulzeit für die eingangs erwähnten rund 60 Jugendlichen! Bei einem gemeinsamen (und sehr reichhaltigen) Apéro, das der Elternrat organisiert hatte, konnten sich Erziehungsberechtigte, Jugendliche und Lehrpersonen noch einmal austauschen. Es wurde angestossen, Hände wurden geschüttelt und man liess die eine oder andere Anekdoten aus den drei Jahren an der Sekundarschule Zell noch einmal Revue passieren, ehe man sich endgültig verabschiedete und für die Jugendlichen (nach ein paar Wochen Sommerferien) ein neuer Lebensabschnitt ansteht…
Text und Bilder:
Michael Bieri und Peter Flückiger